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Nr. 93, 27.01.2018  voriger  Übersicht  weiter  REIHEN  SUCHE 

Aktueller Bericht

Küsten unter Druck


Küstenzonen gehören zu den produktivsten Regionen der Erde und sie verändern sich derzeit in rasantem Tempo. Die Bevölkerung an den Küsten wächst weltweit überproportional und gleichzeitig bedrohen Verschmutzung, Klimawandel und Übernutzung diesen boomenden Lebensraum in besonderem Ausmaß. Darauf verweist der fünfte »World Ocean Review« der gemeinnützigen Hamburger Firma Maribus, des Konsortiums Deutsche Meeresforschung und des Kieler Exzellenzclusters »Ozean der Zukunft«.

Viele Faktoren wirken auf die Küste ein, wie etwa Industrie, Tourismus oder Urbanisierung. »Alle diese neuen Stressoren gilt es zu betrachten, wenn es um die Zukunft des Ökosystems Küste geht«, erklärt Cluster-Sprecher Professor Martin Visbeck vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel. Doch was ist die Küste überhaupt? Und welche Rolle spielt sie für den Menschen? Diesen Fragen widmet sich der mehr als 180 Seiten umfassende Bericht mit dem Titel »Die Küsten – ein wertvoller Lebensraum unter Druck«. Er liefert einen profunden Überblick über die Entwicklung der weltweiten Küsten, die vielfältigen und zum Teil einzigartigen Ökosysteme und thematisiert Herausforderungen im Umgang mit den Küsten für Gesellschaft, Politik und Forschung.

Der Klimawandel mit all seinen Folgen wie Meeresspiegelanstieg oder stärkeren Sturmfluten sowie starken Winden oder Tsunamis wird sich besonders an den Küsten auswirken. Im Umgang damit müssen alle Beteiligten aus Industrie, Küstenschutz, Fischerei, Tourismus und Forschung zusammen­arbeiten. Gefordert wird ein integriertes Küstenmanagement, in dem Zonen für die verschiedenen Nutzungen und den Naturschutz ausgewiesen werden.

Der World Ocean Review gibt den Stand der Forschung wieder und das in einer Sprache, die alle verstehen. Die Inhalte stammen von Mitgliedern des Exzellenzclusters »Ozean der Zukunft« und dem Konsortium Deutscher Meeresforschung, bei dem die wichtigsten Meeresforschungsinstitute Deutsch­lands beteiligt sind.

Kerstin Nees
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